Schulsystem in Deutschland einfach erklärt
Wie funktioniert das Schulsystem in Deutschland? Erfahre alles über Schularten, Bundesländer, Schulpflicht und passende Fragen aus dem Einbürgerungstest.
Dein Kind soll bald in Deutschland zur Schule gehen. Du kennst das System aus deinem Heimatland nicht. Wörter wie Grundschule, Gymnasium oder Ausbildung sind neu für dich. Dieser Artikel erklärt dir den Aufbau einfach und klar.
Warum gibt es in Deutschland eine Schulpflicht?
In Deutschland müssen alle Kinder zur Schule gehen. Das nennt man Schulpflicht. Sie beginnt meistens mit sechs Jahren. Sie dauert mindestens neun Jahre. Danach folgt oft noch eine Berufsschulpflicht bis zum 18. Lebensjahr.
Der Staat kontrolliert die Schulen in Deutschland. Das steht im Grundgesetz. Das Grundgesetz ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Artikel 7 sagt: Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates.
Die Schulpflicht gilt für alle Kinder in Deutschland. Das gilt auch ohne deutschen Pass. Schicken Eltern ihr Kind nicht zur Schule, drohen Bußgelder. Die genauen Regeln stehen in den Schulgesetzen der Bundesländer.
Wer ist für die Schulen verantwortlich?
Deutschland hat 16 Bundesländer. Jedes Bundesland macht eigene Regeln für Schulen. Das nennt man Kulturhoheit der Länder. Deshalb ist das Schulsystem nicht überall gleich.
Ein Beispiel: In Berlin und Brandenburg dauert die Grundschule sechs Jahre. In den meisten anderen Bundesländern dauert sie nur vier Jahre.
Die Bundesländer nach der Wiedervereinigung
1990 haben sich die Bundesrepublik Deutschland und die DDR zu einem Staat vereinigt. Die fünf östlichen Bundesländer sind der Bundesrepublik Deutschland beigetreten. Das waren Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Mit diesem Beitritt gehörten die neuen Bundesländer auch zur Europäischen Union. Auch diese Bundesländer haben heute eigene Schulgesetze. Manche Strukturen unterscheiden sich noch von den westlichen Bundesländern.
Wie ist das Schulsystem aufgebaut?
1. Grundschule
Alle Kinder besuchen zuerst die Grundschule. Sie dauert vier Jahre, in Berlin und Brandenburg sechs Jahre. Dort lernen Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen.
2. Weiterführende Schulen
Nach der Grundschule wechseln Kinder auf eine weiterführende Schule. Es gibt verschiedene Schularten:
- Hauptschule: Sie dauert meistens bis zur 9. Klasse. Danach folgt oft eine Ausbildung.
- Realschule: Sie endet meistens mit der 10. Klasse. Der Abschluss heißt Mittlerer Schulabschluss.
- Gymnasium: Es dauert bis zur 12. oder 13. Klasse. Am Ende steht das Abitur.
- Gesamtschule: Hier lernen Kinder mit unterschiedlichen Leistungen zusammen. Alle Abschlüsse sind hier möglich.
Manche Kinder brauchen besondere Unterstützung. Dafür gibt es die Förderschule. Dort bekommen Kinder mit Lernschwierigkeiten extra Hilfe. Welche Schularten ein Bundesland anbietet, entscheidet es selbst.
3. Nach der Schule
Nach dem Schulabschluss gibt es zwei Hauptwege. Der erste Weg ist eine duale Ausbildung. Du lernst dabei im Betrieb und in der Berufsschule. Der zweite Weg ist ein Studium an der Universität. Für ein Studium brauchst du meistens das Abitur.
Kann dein Kind auch ohne Deutschkenntnisse zur Schule gehen?
Ja, das ist möglich. Viele Bundesländer bieten spezielle Klassen an. Diese heißen zum Beispiel Willkommensklasse oder Vorbereitungsklasse. Dort lernen Kinder zuerst Deutsch. Später wechseln sie in eine normale Klasse. Frag an der Schule oder beim Schulamt nach diesem Angebot.
Wichtige Begriffe für Eltern
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Kita | Betreuung für Kinder vor der Schule |
| Einschulung | Der erste Schultag |
| Elternabend | Treffen zwischen Lehrern und Eltern |
| Zeugnis | Bewertung der Schulleistungen |
| Ganztagsschule | Schule mit Unterricht bis zum Nachmittag |
Was du bei der Anmeldung beachten solltest
Melde dein Kind rechtzeitig bei der zuständigen Schule an. Frag bei deiner Gemeinde nach der zuständigen Grundschule. Bring wichtige Unterlagen mit, zum Beispiel die Geburtsurkunde. Bei Fragen hilft dir auch das Schulamt vor Ort.
Diese Fragen zum Thema kommen im Einbürgerungstest vor
Der Einbürgerungstest fragt auch nach Grundwissen über den deutschen Staat. Diese Fragen passen zum Thema Schulsystem und Grundgesetz:
- Wie wird die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland genannt? Antwort: Grundgesetz.
- Welche Auflistung enthält nur Bundesländer der früheren DDR? Antwort: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen.
- Wie wurden die Bundesrepublik Deutschland und die DDR zu einem Staat? Antwort: Die fünf östlichen Bundesländer sind der Bundesrepublik Deutschland beigetreten.
- Mit dem Beitritt der DDR gehören die neuen Bundesländer nun auch wozu? Antwort: zur Europäischen Union.
Auch Alltagswissen ist Teil des Tests, zum Beispiel:
- Du hast einen Fernseher gekauft, doch er ist kaputt. Was kannst du machen? Antwort: den Fernseher reklamieren.
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Dieser Artikel ist Information, keine Rechtsberatung.
Passende Test-Fragen
Frage 11
Wie wird die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland genannt?
Frage 201
Welche der folgenden Auflistungen enthält nur Bundesländer, die zum Gebiet der früheren DDR gehörten?
Frage 204
Wie wurden die Bundesrepublik Deutschland und die DDR zu einem Staat?
Frage 205
Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland gehören die neuen Bundesländer nun auch …
Frage 290
Sie haben in Deutschland einen Fernseher gekauft. Zu Hause packen Sie den Fernseher aus, doch er funktioniert nicht. Der Fernseher ist kaputt. Was können Sie machen?
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