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Welche Religionen gibt es in Deutschland?

Welche Religionen gibt es in Deutschland? Christentum, Islam, Judentum und Religionsfreiheit verständlich erklärt – mit Übungsfragen zum Einbürgerungstest.

Welche Religionen gibt es in Deutschland?

Du ziehst nach Deutschland und fragst dich: Welche Religion haben die Menschen hier? Diese Frage ist wichtig für dein Leben im Alltag. Sie ist auch ein Thema im Einbürgerungstest. Dieser Artikel erklärt dir die wichtigsten Religionen in Deutschland. Er zeigt dir auch, wie der Staat mit Religion umgeht.

Religionsfreiheit als Grundrecht

In Deutschland darfst du deine Religion frei wählen. Das steht im Grundgesetz. Artikel 4 des Grundgesetzes schützt die Glaubensfreiheit. Du darfst glauben, was du willst. Du darfst auch keine Religion haben. Niemand darf dich wegen deines Glaubens benachteiligen. Das steht in Artikel 3 des Grundgesetzes.

Diese Freiheit gilt für alle Menschen in Deutschland. Sie gilt für Bürger und für Migranten gleichermaßen.

Die Religionsfreiheit hat zwei Seiten. Du darfst deinen Glauben zeigen, zum Beispiel durch Kleidung oder Gebet. Du darfst aber auch nicht gezwungen werden, an einer Religion teilzunehmen. Diese zweite Seite nennt man negative Religionsfreiheit.

Die größten Religionen in Deutschland

Deutschland hat keine Staatsreligion. Trotzdem spielen Religionen im Alltag eine Rolle. Hier sind die wichtigsten Gruppen.

Christentum

Die meisten religiösen Menschen in Deutschland sind Christen. Es gibt zwei große christliche Kirchen:

  • Die katholische Kirche
  • Die evangelische Kirche (auch protestantisch genannt)

Beide Kirchen haben eine lange Geschichte in Deutschland. Du siehst das an vielen Kirchen in Städten und Dörfern. Christliche Feiertage wie Weihnachten und Ostern sind auch staatliche Feiertage. Auch wenn du nicht christlich bist, hast du an diesen Tagen frei.

Islam

Der Islam ist die zweitgrößte Religion in Deutschland. Viele Muslime kamen als Arbeitsmigranten oder als Geflüchtete nach Deutschland. Ein großer Teil kam ab den 1960er-Jahren aus der Türkei. Andere Musliminnen und Muslime sind bereits in Deutschland geboren. Es gibt Moscheen in vielen deutschen Städten. Manche Städte haben auch islamischen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen.

Judentum

Jüdische Gemeinden gibt es in Deutschland schon seit vielen Jahrhunderten. Nach dem Holocaust war das jüdische Leben in Deutschland fast zerstört. Millionen jüdische Menschen wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Heute gibt es wieder jüdische Gemeinden in vielen Städten, zum Beispiel in Berlin und Frankfurt. Auch Zuwanderung aus Osteuropa hat diese Gemeinden gestärkt.

Andere Religionen und Konfessionslose

Es gibt auch kleinere Gruppen von Buddhisten, Hindus und Menschen anderer Religionen. Diese Gruppen sind durch Migration und durch persönliche Entscheidungen entstanden.

Viele Menschen in Deutschland gehören außerdem keiner Religion an. Sie nennen sich konfessionslos. Diese Gruppe ist in den letzten Jahren größer geworden, besonders in Ostdeutschland. Ein Grund dafür ist die Geschichte der DDR. Der Staat dort war offiziell säkular und förderte Religion nicht.

Staat und Kirche in Deutschland

Der deutsche Staat und die Kirchen sind getrennt. Trotzdem arbeiten sie in manchen Bereichen zusammen. Ein Beispiel ist die Kirchensteuer. Wenn du Mitglied einer Kirche bist, zahlst du oft eine Kirchensteuer. Der Staat zieht diese Steuer für die Kirche ein. Die rechtliche Grundlage dafür ist Artikel 140 des Grundgesetzes. Dieser Artikel verweist auf Artikel 137 der Weimarer Reichsverfassung.

Diese Trennung bedeutet auch: Der Staat bevorzugt keine Religion. Schulen, Ämter und Gerichte arbeiten neutral gegenüber allen Glaubensrichtungen.

Religion im Alltag

Religion begegnet dir in Deutschland an vielen Orten. Kirchenglocken läuten in vielen Städten. Manche Geschäfte haben sonntags geschlossen. Das hängt auch mit christlicher Tradition zusammen. In manchen Bundesländern gibt es zusätzliche Feiertage für Katholiken, zum Beispiel Fronleichnam.

Gleichzeitig ist Deutschland heute sehr vielfältig. In größeren Städten findest du Moscheen, Synagogen und buddhistische Tempel. Interreligiöser Dialog ist ein wichtiges Thema an Schulen und in Gemeinden.

Warum ist dieses Thema wichtig für den Einbürgerungstest?

Der Einbürgerungstest prüft dein Wissen über Deutschland. Dazu gehört auch das Thema Religion und Gesellschaft. Du musst keine Religion haben oder wechseln. Du musst aber wissen, wie Religionsfreiheit in Deutschland funktioniert.

Der Test fragt auch nach anderen Themen der Gesellschaft. Zum Beispiel nach sozialer Sicherheit, nach Symbolen des Staates oder nach der Geschichte Deutschlands.

Beispielfragen aus dem Einbürgerungstest

Hier sind Beispielfragen aus dem offiziellen Fragenkatalog. Sie zeigen, wie vielfältig die Themen im Test sind.

Frage Antwort
Frage 36: Welche Maßnahme schafft in Deutschland soziale Sicherheit? die Krankenversicherung
Frage 201: Welche Auflistung enthält nur Bundesländer der früheren DDR? Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
Frage 214: Welche Farben hat die deutsche Flagge? schwarz-rot-gold
Frage 216: Welches Symbol ist im Plenarsaal des Deutschen Bundestages zu sehen? der Bundesadler
Frage 225: In welchem anderen Land gibt es eine große deutschsprachige Bevölkerung? Österreich

Diese Fragen zeigen: Der Test prüft nicht nur Religion. Er prüft dein Wissen über Politik, Geschichte, Symbole und Gesellschaft.

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Dieser Artikel ist Information, keine Rechtsberatung.

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Frage 36

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Welche der folgenden Auflistungen enthält nur Bundesländer, die zum Gebiet der früheren DDR gehörten?

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Welches Symbol ist im Plenarsaal des Deutschen Bundestages zu sehen? © Deutscher Bundestag/Janine Schmitz

Frage 225

In welchem anderen Land gibt es eine große deutschsprachige Bevölkerung?

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Dieser Artikel ist Information und keine Rechtsberatung. Bei rechtlichen Einzelfragen einen Anwalt fragen.