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Einbürgerungsantrag: Wie lange dauert es aktuell?

Wie lange dauert der Einbürgerungsantrag? In Großstädten bis zu 24 Monate. Alle aktuellen Wartezeiten und Tipps, damit du keine Zeit verlierst.

Einbürgerungsantrag: Wie lange dauert es aktuell?

Du hast alle Unterlagen zusammen — aber wie lange musst du jetzt warten? Die Wartezeit beim Einbürgerungsantrag ist das größte Frustrationsproblem. Viele Menschen warten über ein Jahr, ohne zu wissen warum. In diesem Artikel erfährst du, wie lange es wirklich dauert und was du selbst tun kannst.

Aktuelle Wartezeiten in Deutschland

Die Bearbeitungszeit hängt stark davon ab, wo du wohnst. Es gibt große Unterschiede zwischen Großstädten und kleineren Orten.

In Großstädten dauert es am längsten

In Berlin, Hamburg und München warten viele Menschen zwischen 18 und 24 Monaten. Manche warten sogar noch länger. Die Einbürgerungsbehörden haben wenig Personal, aber sehr viele Anträge.

Seit der Reform des Staatsangehörigkeitsgesetzes (StAG) vom 27. Juni 2024 können deutlich mehr Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen. Das neue Gesetz erlaubt Mehrstaatigkeit und verkürzt die Mindestaufenthaltsdauer auf 5 Jahre (§ 10 StAG). Das Ergebnis: mehr Anträge, längere Wartezeiten.

In kleineren Städten geht es schneller

In mittelgroßen Städten und Landkreisen bearbeiten die Behörden Anträge oft in 6 bis 12 Monaten. Der Unterschied zum Großstadt-Wohnsitz kann also enorm sein.

Übersicht: Wartezeiten nach Region

Region Wartezeit (ca.)
Großstädte (Berlin, Hamburg, München) 18–24 Monate
Mittelgroße Städte 12–18 Monate
Kleine Städte und Landkreise 6–12 Monate

Diese Angaben sind Schätzungen auf Basis öffentlich bekannter Berichte. Die genaue Dauer hängt vom jeweiligen Amt ab.

Warum dauert es so lange?

Es gibt mehrere Gründe für die langen Wartezeiten:

Mehr Anträge durch die Reform 2024: Das neue Gesetz öffnet die Einbürgerung für mehr Menschen. Viele stellen jetzt einen Antrag, die vorher nicht konnten.

Personalmangel bei den Behörden: Die Einbürgerungsämter haben nicht genug Mitarbeiter, um alle Anträge schnell zu bearbeiten.

Individuelle Einzelfallprüfung: Jeder Antrag wird separat geprüft. Die Behörde schaut sich deine Deutschkenntnisse, deinen Lebensunterhalt, dein Strafregister und mehr an.

So läuft das Verfahren ab

Nach dem Einreichen deines Antrags passiert folgendes:

  1. Eingangsbestätigung: Du bekommst eine Bestätigung, dass dein Antrag angekommen ist.
  2. Vollständigkeitsprüfung: Die Behörde prüft, ob alle Dokumente vorhanden sind.
  3. Sachbearbeitung: Ein Sachbearbeiter prüft deinen Antrag im Detail.
  4. Einbürgerungstest: Du musst den Test ablegen, falls noch nicht geschehen.
  5. Einbürgerungsurkunde: Du bekommst die Urkunde — oft bei einem persönlichen Termin.

Fehlen Dokumente in Schritt 2, stoppt alles. Das kann Monate kosten.

Den Einbürgerungstest rechtzeitig ablegen

Der Einbürgerungstest ist ein Pflichtbestandteil des Antrags. Du musst 17 von 33 Fragen richtig beantworten. Die Fragen kommen aus einem Pool von 460 offiziellen Fragen des BAMF.

Die Themen sind breit gefächert:

Deutsche Geschichte: Du wirst gefragt, wann die Nationalsozialisten mit Adolf Hitler in Deutschland an der Macht waren — die Antwort: 1933 bis 1945 (Frage 152). Oder: Welcher Krieg dauerte von 1939 bis 1945? — der Zweite Weltkrieg (Frage 160).

Wichtige Ereignisse: Im Jahr 1953 gab es in der DDR einen Aufstand. In der Bundesrepublik erinnerte lange ein Feiertag daran. Das Datum: 17. Juni (Frage 186).

Deutsches Recht und Zusammenleben: In Deutschland darf man zur gleichen Zeit nur mit einer Partnerin oder einem Partner verheiratet sein (Frage 252). Eine Ehe eines Mannes mit zwei Frauen gleichzeitig ist nicht erlaubt (Frage 272).

Tipp: Lege den Test frühzeitig ab. Das beschleunigt den Prozess, weil die Behörde das Ergebnis gleich bei der Prüfung vorliegen hat.

So vermeidest du unnötige Verzögerungen

Du kannst die Wartezeit nicht abkürzen — aber du kannst Fehler vermeiden, die extra Zeit kosten:

  • Alle Dokumente vollständig einreichen: Fehlende Unterlagen bremsen alles aus. Prüfe die Checkliste deiner Behörde genau.
  • Deutschkenntnisse nachweisen: Ein Sprachzertifikat (B1 oder höher) muss oft beigefügt werden.
  • Den Test früh ablegen: Warte nicht, bis die Behörde danach fragt.
  • Schnell auf Rückfragen antworten: Wenn die Behörde etwas braucht, antworte innerhalb weniger Tage.
  • Nach einigen Monaten nachfragen: Du darfst beim Amt nach dem Status deines Antrags fragen. Das ist dein gutes Recht.

Was tun, wenn es zu lange dauert?

Wenn du über 12 Monate gewartet hast und keine Antwort bekommen hast, kannst du rechtliche Schritte prüfen. Eine sogenannte Untätigkeitsklage ist möglich, wenn die Behörde nicht handelt. Das ist jedoch ein letzter Schritt — sprich zuerst direkt mit dem Amt.


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Dieser Artikel ist Information, keine Rechtsberatung.

Passende Test-Fragen

Frage 152

Wann waren die Nationalsozialisten mit Adolf Hitler in Deutschland an der Macht?

Frage 160

Welcher Krieg dauerte von 1939 bis 1945?

Frage 186

Im Jahr 1953 gab es in der DDR einen Aufstand, an den lange Zeit in der Bundesrepublik Deutschland ein Feiertag erinnerte. Wann war das?

Frage 252

In Deutschland …

Frage 272

Welche Lebensform ist in Deutschland nicht erlaubt?

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Dieser Artikel ist Information und keine Rechtsberatung. Bei rechtlichen Einzelfragen einen Anwalt fragen.